Von Füchsen, Fundsachen und farbigen Fahrzeugen

aufgezeichnet von Ulrich von Pidoll, Braunschweig

Freitag, der 28.6.2002, um 7 Uhr am Braunschweiger Flugplatz. Es ist mal wieder Siebenschläfer und damit Reisezeit für die IG historische VW's Braunschweig! Mit acht schmucken Oldtimern geht es in Richtung Süden. Schon beim ersten Blick auf die Fahrzeuge fällt auf, das Farbe angesagt ist: knallrot, giftgrün, leuchtendgelb, geilblau, rabenschwarz, fuchsrot, coolgrün und metallicgrau! Noch nie wurde eine Ausfahrt mit so farbenfreudigen Fahrzeugen durchgeführt.

Das Wetter war sonnig, und so wurden die Cabrioverdecke und Schiebedächer, so vorhanden, weit geöffnet. Sie blieben es auch fast die ganze Ausfahrt lang. Den ersten Halt gab es in Lutter am Barenberge am historischen Schlachtfeld des dreißigjährigen Krieges, den zweiten Halt an der Winzenburg, wo uns ein reichhaltiges Frühstücksbuffet erwartete.

Weiter ging es auf der deutschen Märchenstraße durch den Solling-Vogler. Es war eine sehr naturnahe Strecke. Wir konnten beobachten, wie ein Fuchs ausgiebig Jürgens fuchsfarbenes Käfer-Cabriolet beschnupperte und erst nach Betätigung der Hupe ins Gebüsch flüchtete. Zumindest dieses Exemplar Fuchs war nicht so schlau, dass es einen Käfer von einem Fuchs unterscheiden konnte!

Mittagspause war in Schloss Fürstenberg/Weser. Anschließend ging es zügig weiter nach Kassel, wo wir das VW-Werk in Baunatal besichtigen durften. Wir wurden Zeuge, wie vollautomatisch Blechteile gepresst und Getriebe hergestellt wurden. Menschen gibt es nur zum Einrichten und Warten der Pressstraßen und Fertigungsroboter und allenfalls als Ersatz für eine ausgefallene Montagestraße.

Der Tag endete im Hotel Goldflair in Korbach, wo es Goldsüppchen, Goldgeschnetzeltes und Goldwasser etc. in Goldwaschtellern zum Abendessen gab.

Der Samstag begann mit einer fachkundigen Führung durch die malerische Altstadt von Korbach, und hier erfuhren wir auch, dass nur steinreiche Leute ihr Fachwerkhaus mit Stein statt Lehm ausmauerten. Weiter ging es mit unserem Oldtimer-Corso nach Frankenberg, wo wir das berühmte, jedem Modelleisenbahner bekannte zehntürmige Rathaus von 1509 bewunderten.

Den Halt am Ederstausee wird Reinhard nicht so schnell vergessen, da er hier seinen Autoschlüssel verlor. Dank seiner Erfahrung im Autoschlüsselsuchen hat er ihn aber unter einer Parkbank wiedergefunden. Ansonsten wäre hier seine Reise zuende gewesen. Hier haben ältere Käferfahrer mit Zündanlassschloss, welches einfach kurzgeschlossen werden kann, eindeutige Vorteile, sie können auch bei Schlüsselverlust noch weiterfahren.

Und weiter ging's zum Kaffeetrinken auf die Burg Waldeck, wo uns auf dem Weg dorthin eine Invasion von Motorradfahrern begegnete (zur gleichen Zeit war ein internationales Motorradtreffen mit Tausenden von Teilnehmern). Oben angekommen genossen wir die Aussicht über den Edertalstausee und den guten Kuchen. Anschließend bestand die Möglichkeit einer Schifffahrt auf dem Edersee.

Am Sonntag, den 30.6.2002, war leider schon wieder Aufbruch angesagt. Erster Halt war die riesige Staumauer der Edertalsperre.

Weiter ging es durch die Fachwerkstadt Melsungen zur Mölmischtalbrücke (870 m lang, 75 m hoch).

Anschließend besichtigten wir die Altstadt von Hann. Münden. Verabschiedung der Teilnehmer war im Restaurant Hardenberg in Nörden-Hardenberg. Ich muss sagen, ich bewundere Jürgen immer wieder, wie er das so macht mit dem Wetter und so. Wenn sie sich auch für dieses Geheimnis interessieren, dann machen sie doch nächstes Jahr einfach einmal mit.

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