20. Siebenschläferausfahrt nach Thüringen und Weimar vom 25.06. 27.06.2010

Von Wolfgang Pflicht, Meine

Braunschweig. Dieses Jahr fand die traditionelle Siebenschläferausfahrt bereits zum 20. Mal statt. Sie führte durch vier Bundesländer - nämlich Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen - insgesamt über 750 Kilometer. An der Ausfahrt nahmen 27 Personen mit ihren 13 Oldtimern und Youngtimern teil. Die beteiligten Automarken ergaben mit VW, Audi, Porsche, Alfa Romeo, BMW und Jaguar ein buntes Teilnehmerfeld. Um es vorweg zu nehmen: Es waren drei erlebnisreiche Tage mit vielen neuen Eindrücken. Allen wurde klar, warum Thüringen das Grüne Herz Deutschlands ist. Die herrlichen Täler und die beeindruckende Weitsicht von den Anhöhen begeisterten uns. Viele sehenswerte Zwischenstopps sorgten für eine entspannte Atmosphäre beim Autowandern.

1. Tag: Hinfahrt

Abfahrt Flugplatz Braunschweig

Treffen: 7:00 Uhr am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg, Abfahrt ca. 7:30 Uhr. Nach der allgemeinen Begrüßung wurden die Präsenttüten verteilt, die Startnummern-Schilder befestigt sowie allgemeine Hinweise und Informationen zum ersten Tag gegeben. Bei den Fahrtunterlagen befand sich für jeden Ausfahrttag ein detaillierter Routenplan und der ADAC Autoatlas Deutschland. Wir fuhren über Braunschweig-Weddel, Kl. Schöppenstedt, das Reitlingstal, Schöppenstedt und Halberstadt zum Frühstück nach Quedlinburg. Am Hotel Schlossmühle konnte ausnahmsweise im Innenhof geparkt werden.

Quedlinburg, Schlossmühle

Über den Harz - dort überraschte uns ein heftiger Regenguss - das Selketal und das Kyffhäusergebirge ging es zum Kyffhäuser-Denkmal, wo die Burg Kyffhausen besichtigt wurde. Parken konnten wir mit einer Sondergenehmigung direkt im Innenbereich der Anlage.

Kyffhäuser-Denkmal

Nach der Besichtigung fuhren wir nach Bad Frankenhausen zum Mittagessen im Hotel Residenz. Das Essen an drei schön gedeckten Rundtischen war ansprechend, aber zu unserer Verblüffung dauerte dann die Bezahlung über eine Stunde.

Bad Frankenhausen

Von Bad Frankenhausen sollte es weiter über Kölleda nach Weimar gehen, doch eine Umleitung zwang uns über Sömmerda nach Weimar zu fahren. Dort waren wir für zwei Nächte Gäste des ****Leonardo Hotels Weimar, wo wir sehr gut aufgehoben waren. Zur zügigen Einfahrt in die Hotelgarage wurden die Schranken für uns geöffnet. Das Hotel verfügt über 294 moderne Zimmer und bietet neben mehreren Restaurants einen großen Swimmingpool mit Duschen, Sauna und Fitnessbereich an. Wer sich nach der Tagesfahrt noch an der frischen Luft bewegen wollte, war im direkt auf der anderen Seite der Belvederer Allee befindlichen Park an der Ilm richtig. Auch das schöne Schloss Belvedere liegt ganz nahe beim Leonardo Hotel.

Belvedere Express, Weimar

Um 19:00 Uhr holte uns der Belvedere-Express - eine Replik des Talbot DS Busses von 1925 - zwecks Transfer zum Nationaltheater ab. Da der Nostalgie-Bus nur 19 Plätze hat, fuhr der Rest im Taxi. Den Höhepunkt des ersten Tages bildete der Besuch einer Aufführung der komischen Oper "Der Wildschütz" von Albert Lortzing im Deutschen Nationaltheater Weimar. Das Opernensemble mit Solisten, Chor und Orchester wusste zu gefallen und erhielt reichlich verdienten Applaus. Der Tagesausklang nach der Theateraufführung fand im Theater Café und/oder im Leonardo Hotel statt. Die anschließende Rückfahrt zum Hotel per Taxi verlief reibungslos.

Nationaltheater Weimar

2. Tag: Rundfahrt

Treffen: 9:00 Uhr am Hoteleingang. Heute fuhren wir von Weimar aus durch das Ilmtal zum Schloss Kochberg bei Großkochberg. Dort konnte das Wasserschloss besichtigt und ein Spaziergang durch den schönen Park gemacht werden. Wir parkten mit Genehmigung der Verwaltung direkt im Innenhof der Schlossanlage. Goethe, Schiller und andere Größen der damaligen Zeit weilten hier als Gäste der Charlotte von Stein, einer Freundin und Vertrauten Goethes.

Schloss Kochberg

Weiter ging es nach Saalfeld zur Besichtigung der farbenprächtigen Feengrotten mit sachkundiger Führung. Für den teils feuchten Fußweg waren feste Schuhe und Jacke oder Pullover angebracht (Temperatur ca. 10 º Celsius). Danach haben wir in der Feengrottenschenke zum Mittag gegessen und die leckere Thüringer Bratwurst probiert.

Saalfelder Feengrotten

Von Saalfeld fuhren wir durch das Schwarzatal über Bad Blankenburg/Thürg., Paulinzella, Stadtilm und Kranichfeld zum Stausee Hohenfelden. Auf den Seeterrassen wurde nochmals ein Stopp eingelegt, bevor es über Bad Berka wieder zum Leonardo Hotel nach Weimar ging. Ab 19:00 Uhr trafen wir uns im Restaurant Esplanade des Leonardo zum Themenbuffet und gemeinsamen Abend. Das warme Wetter erlaubte uns einen längeren Aufenthalt im Freien.

Seeterrassen Stausee Hohenfelden

3. Tag: Rückfahrt

Treffen: 9:00 Uhr am Hoteleingang zum Spaziergang. Nach dem guten Frühstücksbuffet ging es auf Goethes Spuren 40 Minuten per pedes durch den Park an der Ilm, vorbei an Goethes Gartenhaus und am Römischen Haus. Um 10:00 Uhr sollte Abfahrt aus der Hotelgarage sein, doch die Einzelausfahrt aller Fahrzeuge erforderte über eine halbe Stunde.

Thüringer Wald

Heute fuhren wir über Erfurt und Arnstadt durchs Jonastal in den Thüringer Wald. Auf der Naturpark-Route Thüringer Wald erreichten wir über Ohrdruf und Friedrichroda den Großen Inselsberg (917 m) zum Fotostopp. Von dort hatten wir eine herrliche Weitsicht, beispielsweise zur Skisprungschanze in Brotterode und beinah bis zum Brocken.

Großer Inselsberg

Talwärts erreichten wir wieder Tabarz, wo es eine Pause und Mittagessen im Hotel Wiesenhaus gab. Wer Lust hatte, konnte noch in der Arenarisquelle Wasser treten oder die Märchenwiese besuchen. Über Eisenach, Creuzburg und Eschwege führte die Planroute weiter bis Bad Sooden-Allendorf in Hessen. Hier war der letzte gemeinsame Halt vorgesehen. Vor einem italienischen Eiscafé fanden wir Plätze im Freien und konnten bei Eis und Getränken das großartige WM-Fußballspiel (Achtelfinale) Deutschland - England verfolgen, Endstand 4:1 für Deutschland.

Wiesenhaus Tabarz

Nach der allgemeinen Verabschiedung erfolgte die individuelle Rückfahrt zum Heimatort, beispielsweise nach Weinstadt, Baunatal, Bielefeld, Hannover, Wolfsburg oder Braunschweig. Außer einer defekten Stoßstange durch Auffahren, einem gelockerten Auspuff sowie einem fast verlorenen Kennzeichen gab es keine Defekte an den klassischen Fahrzeugen.

Bad Sooden-Allendorf

Für die gelungene Planung, Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung gab es durchweg viel Anerkennung, Lob und herzlichen Dank. Hoch "Xerxes" hatte mit reichlich Sonnenschein und Temperaturen über 30 º Celsius zum Erfolg beigetragen. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie allen Personen, die in irgendeiner Weise zum Gelingen dieser Ausfahrt beigetragen haben, gilt ein herzliches Dankeschön.

Gruppenbild Feengrotten

Nach der Fahrt ist vor der Fahrt - freuen wir uns auf die nächste Siebenschläferausfahrt 2011.

Zurück zur letzten Seite